Zwei Schäume, zwei ganz unterschiedliche Charaktere.
Kaltschaum und Latex werden oft in einen Topf geworfen. Beim Liegen fühlen sie sich völlig verschieden an — und der wichtigste Unterschied betrifft etwas, das viele erst nach Wochen bemerken: die Wärme.
Kaltschaum ist punktelastisch: Er gibt genau dort nach, wo Gewicht liegt, und bleibt daneben stabil. Er ist leicht und speichert Wärme — für Menschen, die schnell frieren, ist das ein Vorteil, für Menschen, die nachts schwitzen, ein Nachteil.
Latex ist noch punktelastischer und entlastet Druckstellen besonders gut. Dafür ist er ein sehr warmes System und deutlich schwerer — was man vor allem beim Wenden merkt, und zwar jedes Mal. Mit steigendem Naturlatex-Anteil steigt der Naturanteil — und sinkt tendenziell die Haltbarkeit. Das ist kein Makel, sondern ein Zielkonflikt, den man kennen sollte, bevor man sich entscheidet.
Bei Kaltschaum entscheidet die Qualität sich am Raumgewicht und an der Stauchhärte. Günstige Modelle liegen sich schneller durch, und genau das merkt man erst, wenn die Freude über den Preis längst verflogen ist.

Wann Schaum eine gute Wahl ist
- Wenn Sie eher frieren als schwitzen.
- Wenn sich die Matratze gut wenden lassen soll. Ausnahme: Latex.
- Bei Druckempfindlichkeit an Schulter und Hüfte (besonders Latex).
- Wenn ein niedriges Bettgewicht wichtig ist — etwa in Obergeschoßen oder bei häufigem Umziehen. Ausnahme: Latex.
Wofür es spricht — und was Sie wissen sollten.
Dafür spricht
- Punktelastisch, passt sich gut an
- Angenehm warm — gut für Frierende
- Leise und leicht, gutes Preis-Leistungs-Verhältnis (nur Kaltschaum)
- Latex: sehr druckentlastend, hoher Naturanteil möglich
Das sollten Sie wissen
- Speichert Wärme — weniger geeignet, wenn Sie nachts schwitzen
- Qualität hängt stark vom Raumgewicht ab; günstige Modelle geben schneller nach
- Latex: hohes Gewicht, mühsam zu wenden, bei hohem Naturanteil geringere Haltbarkeit
- Latex: nachträglich nicht anpassbar — der Kern ist ein durchgehendes Stück, kein Baukasten
Was bei uns anders läuft
Härtegrade nach Körpergewicht sind eine grobe Faustregel, mehr nicht. Wir messen bei Bedarf Ihr Körperprofil und stimmen die Zonen darauf ab — Schulter, Taille, Becken tragen völlig unterschiedlich.
Und weil sich Körper verändern, lässt sich bei vielen unserer Systeme nachträglich anpassen statt neu kaufen. Fragen Sie danach, bevor Sie sich für ein Modell entscheiden: Es ist einer der Punkte, die den Unterschied über zehn Jahre ausmachen.
Bei Latex geht das allerdings nicht. Ein Latexkern ist ein durchgehendes Stück — was Sie kaufen, bleibt so. Wenn Ihnen spätere Anpassbarkeit wichtig ist, sind Sie beim konfigurierbaren Taschenfederkern besser aufgehoben, und das sagen wir lieber vorher als nachher.
Was uns dazu oft gefragt wird.
Was bedeutet „orthopädische Matratze"?
Rechtlich: wenig. Der Begriff ist nicht geschützt, jeder darf ihn verwenden. Aussagekräftig ist nur, ob eine Matratze zu Ihrem Körper passt — und das zeigt sich beim Probeliegen, nicht am Etikett.
Kaltschaum oder Latex — was ist besser?
Keines von beiden. Latex entlastet Druckpunkte etwas besser, Kaltschaum ist leichter und günstiger. Beide sind warm. Wenn Sie zwischen den zweien schwanken, liegt die Antwort meist in zehn Minuten Probeliegen.
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Finden wir gemeinsam heraus, was zu Ihnen passt.
In einer kostenlosen Schlafberatung (ca. 60 Minuten) nehmen wir uns Zeit für Ihren Schlaf — mit Probeliegen, in Ruhe und ohne Verkaufsdruck.
Lieber telefonisch? +43 2722 7395
